Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Kürten hat die Verwaltung erneut aufgefordert, die seit Jahren anhaltenden Wasserverluste im gemeindlichen Leitungsnetz transparent darzustellen und
die offenen Fragen aus ihrer Anfrage vom 20.08.2026 fristgerecht zu beantworten.
Hintergrund sind zahlreiche Hinweise aus der Bürgerschaft sowie die konstant hohen Verlustmengen, die sich auch in den Jahresabschlüssen der vergangenen Jahre widerspiegeln.
Die ursprünglich für den 16. September 2026 vorgesehene Sitzung des Werksausschusses wurde durch die Verwaltung kurzfristig abgesagt. Die CDU-Fraktion erwartet daher, dass die Verwaltung die vollständigen Antworten auf den sieben Punkte umfassenden Fragenkatalog spätestens bis zum 16. September schriftlich vorlegt.
Kernpunkte der Anfrage
Die CDU-Fraktion verlangt eine detaillierte Darstellung:
• der aktuellen Wasserverluste im Gemeindegebiet und ihrer Entwicklung seit 2016,
• der Mess- und Überwachungsverfahren, mit denen Verluste festgestellt werden,
• der laufenden und geplanten Maßnahmen zur Lecksuche,
• der Schadensschwerpunkte im Leitungsnetz und möglicher Ursachen,
• des baulichen Zustands der Wasserschächte, inklusive vorhandener Technik und Nachrüstbedarf,
• der finanziellen Auswirkungen der Wasserverluste auf Gebühren und Entgelte,
• sowie der Frage, inwieweit moderne digitale Verfahren – insbesondere KI-gestützte Analyse- und Überwachungssysteme – künftig eingesetzt werden können, um Leckagen schneller zu erkennen und zu lokalisieren.
Die Fraktion verweist ausdrücklich auf die einschlägigen technischen Regelwerke des DVGW (W 400-3 und W 392), die bei der Beantwortung zu berücksichtigen sind.
Transparenz und Modernisierung als Ziel
Die CDU-Fraktion betont, dass trotz wiederholter Hinweise in den vergangenen Jahren kein Rückgang der Wasserverluste erkennbar ist. Angesichts steigender Kosten und wachsender Anforderungen an eine nachhaltige kommunale Infrastruktur sei eine klare und nachvollziehbare Darstellung zwingend erforderlich.
Zudem sieht die Fraktion erhebliches Potenzial in digitalen und KI-gestützten Verfahren, die in vielen Kommunen bereits erfolgreich zur Leckage Erkennung eingesetzt werden. Die Verwaltung wird daher gebeten darzustellen, ob entsprechende Prüfungen, Pilotprojekte oder Planungen in Kürten bereits existieren.
Regelmäßiger Bericht gefordert
Abschließend regt die CDU-Fraktion an, das Thema Wasserverluste als festen Tagesordnungspunkt künftig regelmäßig im Werksausschuss zu behandeln, um Fortschritte und Entwicklungen kontinuierlich nachvollziehen zu können. Die Entscheidung, ob die Fraktion einen Antrag zur unverzüglichen erneuten Einberufung der abgesagten Sitzung stellt, ist noch nicht abgeschlossen. Zunächst erwartet die CDU die fristgerechte schriftliche Beantwortung durch die Verwaltung.

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